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Eintritt für Tagestouristen nach Venedig – Preise und Infos

Eintritt nach Venedig | Es ist soweit – ab Juli 2020 müssen Touristen Eintritt bezahlen in die weltberühmte Lagunenstadt an der italienischen Adria. Das gilt aber nur für Tagesbesucher, die nicht in der Stadt übernachten. Das Eintrittsgeld ist vergleichbar mit einer Kurtaxe. Erfahrene Reisende zahlen auch jetzt schon Kurtaxe bei den Nord- und Ostseebädern oder eine Touristensteuer auf Mallorca. Also alles keine Überraschung.

Informationen über diese neuen Regelung jetzt hier in meinem Blog.
Stand: 10.062020

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Ab wann muss Eintritt gezahlt werden?

Wie die Stadtregierung bekannt gab soll die Eintrittsgebühr zum 1. Juli 2020 kommen. Die Traumstadt nahe den Stränden der Adria ist ein beliebtes Reiseziel in Italien, vor allem für kurzzeitige Städtereisen, Tagesausflügler aus allen Teilen Italiens oder Durchreisende zu den verschiedensten Zielen auf dem Stiefel im Mittelmeer.

Vor allem die Zahl der Teilnehmer am Kreuzfahrer Tourismus hat sprunghaft zugenommen. Venedig wird mittlerweile von Kreuzfahrttouristen überschwemmt.

Warum muss man in Venedig Eintritt bezahlen?

Venedig war schon immer ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Unter anderem auch durch Billigflieger und Kreuzfahrer ist diese phantastische Stadt seit Jahren einem stetig wachsenden Ansturm von Touristen ausgesetzt. Auf der einen Seite möchte man die Heerscharen an Besuchern in Schach halten, auf der anderen Seite bleibt der Tourismus die Haupteinnahmequelle für die Stadt an der Adria.

Alles das hinterlässt natürlich seine Spuren, die man versuchen will durch die Einnahmen aus dem Eintrittsgeld zu mildern.

Wie hoch ist der Eintritt nach Venedig?

Die Höhe für das Eintrittsgeld in Venedig soll mindestens 3,00 € betragen und gegebenenfalls bis auf 10,00 € pro Person ansteigen. Die Preisgestaltung dürfte abhängig sein von Wochentagen, Saisonzeiten, Feiertagen, Ferienzeiten oder besonderen Ereignissen. Auch die Auslastung der Hotels wird sicherlich zur Berechnung des Eintrittsgeldes herangezogen. In der Hochsaison, also in den Sommermonaten, wird es bestimmt nicht billig werden!

Nach den ersten Erfahrungen ab Juli 2020 mit dem neu eingeführten Eintrittsgeld ist für 2021 sogar eine Erhöhung des Standard Eintrittspreises auf 6,00 € angedacht.

Wer muss Eintritt bezahlen?

Eintritt für Tagestouristen nach Venedig - Preise und Infos

Die neue Eintrittsgebühr betrifft Tagestouristen und Kreuzfahrer bei ihrem üblichen Landgang. Für einen Tag nach Venedig fahren, eine romantische Gondelfahrt auf dem Canal Grande, schnelle Fotos mit den Tauben auf dem Markusplatz oder ein Spaziergang über die Rialtobrücke – diese Erlebnisse werden dann teurer.

Das gilt auch für den Besuch der sehenswerten Laguneninseln Murano, Burano oder Torcello.

Wer muss keinen Eintritt bezahlen?

Eintritt für Tagestouristen nach Venedig - Preise und Infos

Den Blick auf die Gondeln bekommt ihr nur, wenn ihr Eintritt bezahlt! Das gilt allerdings nur für Tagesgäste. Wer in Venedig ein Hotel gebucht hat und dort übernachtet, der bezahlt bereits eine Bettensteuer (Foto Hotel Gardena, Nähe Bahnhof – rotes Gebäude). Die Steuer liegt zwischen ein und fünf Euro pro Nacht.

Der Satz richtet sich hauptsächlich nach Saison und Klassifizierung der Unterkunft. Kinder bis 10 Jahren und einige Personengruppen sind ausgenommen, zum Beispiel Busfahrer. Für Übernachtungsgäste wird deshalb keine zusätzliche Eintrittsgebühr nach Venedig erhoben werden.

Von der Eintrittsgebühr befreit sind außerdem natürlich die Einwohner, aber auch Pendler, Studenten, Familienangehörige oder Schwerbehinderte.

Wie wird der Eintritt erhoben?

Wie der Eintritt kassiert werden soll, ist allerdings noch unklar. Dieser Teil meines Artikels wird ständig aktualisiert, da noch vieles ungeklärt ist.
Stand: 09.02.2020

Die Höhe des Eintritts könnte über einen online Kalender sichtbar gemacht werden, indem die einzelnen Tage mit verschiedenen Farben gekennzeichnet sind. Möglich, dass es an den grünen Tagen dann eher billiger ist und an den roten Tagen Höchstpreise gelten.

Wie der Eintritt kassiert werden soll, ist allerdings noch unklar.

Die Zahlungsmethode wird auch noch ausgearbeitet. Eine Gebühr könnte allgemein als eine Art Pauschale über das Ticket, mit dem Touristen nach Venedig kommen, abgegolten werden. Das heißt, man zahlt einen höheren Preis bei der Anreise mit Zug, Bus, Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff. Für Autofahrer müsste ebenfalls eine passende Regelung gefunden werden. Möglich wäre auch, dass es im Voraus online buchbare Eintrittstickets gibt, die dann direkt mit den verschiedenen elektronischen Zahlungsmethoden erworben werden können. Drehkreuze an den Übergängen zur historischen Altstadt von Venedig sind eher weniger wahrscheinlich!

Strafen bei Umgehung des Eintrittsgeldes

Eintritt für Tagestouristen nach Venedig - Preise und Infos

Hier sind wenig Kompromisse zu erwarten. Eintrittsgelder dieser Art machen nur Sinn, wenn sie von allen Beteiligten bezahlt werden, es Kontrollen gibt und eine Umgehung der Gebühr entsprechend bestraft wird. Nach Angaben der Stadt muss man mit einem Bußgeld von 100 bis 450 Euro rechnen.

Wer also ab Juli 2020 einen Tagesausflug nach Venedig plant, der sollte die Eintrittsgebühr in das historische Zentrum der Lagunenstadt auf jeden Fall in seinem Urlaubsbudget mitberücksichtigen. Ins Gefängnis vom Dogenpalast (Foto oben) muss man aber sicherlich nicht?! 

Wie kommt man nach Venedig?

Für Individualreisende wird es nicht möglich sein das Eintrittsgeld zu umgehen. Venedig ist komplett autofrei und einen öffentlichen Nahverkehr gibt es nur auf den Wasserstraßen der Lagunenstadt. Egal ob mit Zug, Bus oder Auto, ab dem Bahnhof Santa Lucia oder dem Busbahnhof Piazzale Roma geht es nur noch weiter zu Fuß oder mit den Kanalbooten.

Alle weiteren Verbindungen nach Venedig und den kleinen Laguneninseln sind nur über den Wasserweg möglich.

Das gilt für den Transfer vom Flughafenterminal auf dem Wasserweg, von Punta Sabbioni oder Chioggia.

Sollte man jetzt auf einen Venedig Besuch verzichten?

Eintritt für Tagestouristen nach Venedig - Preise und Infos

Das ganze Jahr über ist die italienische Stadt an der Adria mit ihren zahlreichen Kanälen Millionen von Besuchern einen Kurzurlaub wert. Viele davon sind Tagestouristen, die nur einmalig die Gebühr bezahlen müssen. Venedig bleibt die Stadt der Romantiker, Kulturinteressierten und Genießer. Das Bummeln durch die Altstadtgassen und ein leckeres „Gelato“ sind mir auf jeden Fall den Eintrittspreis wert.

Tipp: Wer am Ende des Textes 2 oder 3 von meinen Spartipps bei einem Tagesausflug nach Venedig beherzigt, der hat die Kosten für die Eintrittsgebühr schnell wieder reingeholt.

Wofür wird das Eintrittsgeld in Venedig verwendet?

In der Amtssprache von Venedig wird das Eintrittsgeld auch als „Contributo di sbarco“ bezeichnet, das heißt so viel wie – Gebühr fürs Von-Bord-Gehen -. Insbesondere der boomende Kreuzfahrt Tourismus stellt für die Stadt und seine Einwohner ein großes Problem dar.

Hunderte Kreuzfahrtschiffe machen jedes Jahr Halt im Hafen von Venedig. Kreuzfahrtschiffe legen früh morgens an, damit Millionen Passagiere das sagenhafte Venedig erkunden können. Die Sehenswürdigkeiten werden schnell abgeharkt und nach ein paar Stunden geht es wieder zurück zum All inclusive an Bord. Es bleibt kaum Geld in der Stadt um Venedig sauber zu halten.

Eintritt für Tagestouristen nach Venedig - Preise und Infos

Es ist auch offiziell nicht der Plan mit der Eintrittsgebühr die Staatskasse zu füllen, sondern die teuren Arbeiten zur Instandhaltung und zur dauernden Reinigung der historischen Altstadt durchzuführen. Auch die aufwendige Abfallentsorgung muss finanziert werden, um weiterhin ein „Dolce Vita“ für Touristen und Einheimische zu gewährleisten.

Vor allem im Sommer verbringen viele Sonnenhungrige ihren Urlaub an den populären Stränden der Adria, zum Beispiel in und um den Badeort Lido di Jesolo. Da darf ein Tagesausflug nach Venedig natürlich nicht fehlen. Mit zahlreichen Wasserbussen geht es dann vom nahe gelegenen Fährhafen Punta Sabbioni in etwa 30 Minuten direkt zu einem Anleger in der Nähe des Markusplatzes mit seinem berühmten Dogenpalast und Markusdom.

Ausgerüstet mit Getränken und ausreichend Verpflegung bleibt wenig Geld in der Stadt und somit sieht die Stadtkasse oftmals keinen einzigen Cent. Dennoch ist die Stadtverwaltung für den Erhalt, die teure Renovierung der historischen Gebäude und auch für die Beseitigung des Mülls verantwortlich.

Bewertung des Eintrittsgeldes

Reisen ist oftmals billig und viele touristische Hochburgen und ihre Einwohner zahlen einen hohen Preis dafür. Jährlich zieht es mehr als 30 Millionen Menschen nach Venedig. Jeder Versuch den gigantischen Besucherstrom zu regulieren ist verständlich.

Niemand wird davon abgehalten Venedig und seinen Mythos zu erleben, egal ob in den kühleren oder warmen Jahreszeiten. Venedig muss die Kontrolle über den Massentourismus und seine Folgen behalten. Das hat manchmal seinen Preis!

Praktische Spartipps für den Tagesausflug nach Venedig

Wer die Gondeln sehen will muss also jetzt Eintritt bezahlen…

Die zusätzlichen Kosten von 3,00 bis 10,00 € pro Tag und Person habt ihr aber schnell wieder gespart, wenn ihr den einen der andere meiner Spartipps beachtet.

Spartipp 1 – Parken in Mestre

Wer bei seinem Tagesausflug nach Venedig sein Auto so nah wie möglich am historischen Kern der Stadt parken will, der muss sein Fahrzeug im Parkhaus Tronchetto (ab 21,00 €) oder in Parkhäuser an der Piazzale Roma (ca. 30,00 €) abstellen. Während man von der Piazzale Roma direkt ins Zentrum der Stadt gelangt, sind es vom Parkhaus Tronchetto mindestens 15 Gehminuten bis man die erste Gondel zu Gesicht bekommt. Wer den „People Mover“ nutzt, eine führerlose Hoch Standseilbahn, die das Parkhaus Tronchetto und dem Piazzale Roma verbindet, zahlt 1,50 € pro Strecke und Person. Günstiger ist es am Bahnhof in Mestre zu parken. 

Top Tipp ist das Parkhaus Via Ca’Marcello (6,00 € / Tag), dann 200 Meter Fußweg zum Bahnhof. Züge nach Venedig fahren alle 5 bis 10 Minuten, Fahrzeit höchstens 10 Minuten, Kosten ca. 1,50 pro Person und Strecke. Vom Bahnhof Santa Lucia geht es dann direkt ins Abenteuer Venedig. Ohne viel extra Zeitaufwand kann man locker 15,00 € sparen, mehr als die Eintrittsgebühr.

Spartipp 2 – Vaporetti sparen

Man sollte die Größe der historischen Altstadt von Venedig nicht überschätzen. Alles lässt sich mühelos zu Fuß erkunden. Von der Piazzale Roma bis zum Markusplatz sind es ca. 30 Minuten Fußweg.

Ein Umweg über das authentische Viertel Cannaregio dauert etwa 1 Stunde. Einzelfahrscheine mit den öffentlichen Wasserbussen sind mit 7,50 € recht teuer. Hohes Sparpotenzial.

Spartipp 3 – Traghetto statt Gondel

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Alleine oder in einer kleinen Gruppe, eine Gondelfahrt in Venedig ist immer ein teures Vergnügen (ca. 30,00 bis 100,00 €). Wem aber ein kurzes Gondelerlebnis reicht oder wer es nur für das obligatorische Foto sucht, der kann den Canal Grande, statt über eine seiner vier Brücken, mit einer Gondelfähre überqueren.

Diese „Traghettos“ fahren an zahlreichen Uferstellen ab und werden von zwei Gondolieri gerudert. Die Überfahrt dauert etwa 2 bis 3 Minuten und kostet ca. 2,00 € pro Person. Nur ein kurze Schnupperfahrt, aber viel Geld gespart.

Spartipp 4 – Leitungswasser statt teure Plastikflasche

Stadtbesichtigungen machen durstig und von Mai bis September kann es in Venedig sehr heiß werden. Viel trinken ist wichtig, vor allem auch für die Kinder. Straßenverkäufer bieten Wasserflaschen oftmals zu weit überhöhten Preisen an.

An vielen öffentlichen Wasserstellen sieht man zahlreiche Touristen die ihre Plastikflaschen umsonst mit dem erfrischenden Nass füllen. Das Wasser hat eine gute Qualität und kann bedenkenlos getrunken werden. Also Trinkflasche besorgen und Geld sparen. Auch beim Essen oder Restaurantbesuch kann man sparen. Einige Hinweise dazu stehen auch in Kulinarisches Venedig. 

Der Klassiker bei den allgemeinen Spartipps für Venedig bleibt natürlich die günstige Übernachtungsmöglichkeit. Wer bereit ist bei einer Hotelübernachtung auf das abendliche Flair der Altgassen der traumhaften Lagunenstadt zu verzichten, der sollte sich meine Hotelempfehlungen außerhalb vom Zentrum anschauen.

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